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Relationale Symmetrie des Lichts - Annäherung an die spezielle Relativitätstheorie

Philosophie und Theologie müssen mit den naturwissenschaftlichen Auffassungen von Zeit und Raum im Einklang stehen. 

Nach der vorherrschenden positivistischen Lesart der speziellen Relativitätstheorie soll bei hohen Geschwindigkeiten die Zeit langsamer vergehen und der Raum sich zusammenziehen. Demnach wären Raum, Zeit und damit auch die Kausalität Substanzen und keine sinnlichen Anschauungsformen (Kategorien) des Denkens. In einer kausalen Welt haben Metaphysik und Freiheit des Willens keinen Platz. 

Begreift man hingegen die Begrenztheit der Wirkungsausbreitung als die grundlegende sinnliche Anschauungsform unseres Denkens, die in weiterer Folge Zeit, Raum und Kausalität in die Welt hineinträgt, so ist Freiheit des Willens möglich. Das eröffnet auch den Weg zur Metaphysik - und zum Christentum.

"Alles Verstehen ist ein unmittelbares und daher intuitives Auffassen des Kausalzusammenhanges. Daher ist Rechnen nicht Verstehen. Sogar kann man sagen: wo das Rechnen anfängt, hört das Verstehen auf." 

Diesem Leitspruch Schopenhauers folgend, spannt die vorliegende Erklärung der speziellen Relativitätstheorie im Einklang mit einer idealistischen Weltauffassung den Bogen von der Begrenztheit der Wirkungsausbreitung und der sogenannten Zeitdilatation bis zur hyperbolischen Bewegungsgleichung für eine beschleunigte Bewegung. 

Offen bleibt, ob die im Denken angelegte Konstanz und Unüberschreitbarkeit der Wirkungsausbreitung auch der allgemeinen Relativitätstheorie zu Grunde gelegt werden kann.

Peter Strohmayer